Florida Roadtrip – Teil III

eingetragen in: Fotografie, Reise | 0

Nun geht es in die Everglades, geplant haben wir, hier zwei bis drei Tage zu bleiben. Unsere Unterkunft hatten wir in Homestead, denn von hier sind die Everglades und andere Punkte wie Key Largo einfach zu erreichen, hinzu kommt das Homestead relativ günstig ist. Auf den Weg nach Homestead fährt man quasi einmal an die Everglades vorbei, hier und da liegen auch Alligatoren in den Gräben. Am Straßenrand stehen unübersehbar alle paar Meilen die Werbeschilder von den Airboat-Betreibern. Den Rest des Tages verbringen wir in Homestead und planten die nächsten Tage.

Den folgenden Morgen standen wir ein wenig früher auf, denn wir wollten zum Shark-Valley, dies ist einer von vier Visitor-Centern in den Everglades. Mit dem Auto brauch man von Homestead ca. eine Stunde bis dort hin. Für den Tag haben wir uns eine Fahrradtour vorgenommen, die Fahrräder kann man direkt am Visitor-Center leihen, pro Fahrrad und Stunde kostet das 9$, was sich dann doch ganz schön läppert. Die Fahrradtour die man dort machen kann geht ca. drei Stunden. Ziel der Tour ist eine Aussichtsplattform, die Strecke dort hin geht eigentlich nur geradeaus und ist auch für Leute mit wenig Kondition machbar. Auf dem Weg dorthin kommt man an etlichen Krokodilen vorbei die am Straßenrand liegen und sich sonnen. Hält man den vorgegeben Sicherheitsabstand von 5 Metern ein, sind diese auch vollkommen ungefährlich. An der Aussichtsplattform haben wir eine kleine Pause gemacht, die Aussicht fand ich persönlich nicht so spektakulär. Der Rückweg war etwas kurviger aber dadurch das keine Krokodile am Straßenrand zu sehen waren auch etwas langweiliger. Landschaftlich aber trotzdem schön ;-). Anschließend haben wir noch eine typische Airboat-Tour mitgemacht, in der Regel kann man für ca. 25$ so eine Tour mitmachen. Man sitzt dann mit 20 anderen Personen in dem Boot, der Bootsführer fährt dann mit einem 20 min durch die Everglades. Landschaftlich war das schon schön und hat auch Spaß gemacht, doch für die Natur ist es alles andere als gut. Aber ich darf mich ja nicht beschweren, denn ich hab es ja unterstützt ;-).

Am nächsten Tag war Flamingo dran, was uns da genau erwartet, wussten wir garnicht. Als wir ankamen und die Tür vom Auto aufmachten, wussten wir gleich wo der Hase lang läuft. Gefühlt 10000000 Mücken landeten auf unseren Körpern. Und ich hatte eine kurze Hose an. Nach einem Bad in Autan ging es einigermaßen. Aber fragt nicht wie ich die Tage danach ausgesehen hab. Am Visitor-Center konnte man sich Kanus ausleihen, der Typ hat uns zwei Routen vorgeschlagen, eine schöne Route mit vielen Mücken und eine normale mit wenig Mücken. Wir haben uns für wenig Mücken entschieden. Noch im "Hafen" trafen wir auf ein Manatee, es fand anscheint unser Kanu sehr interessant, es stupste uns immer an und nuckelte an den Seilen die am Kanu befestigt waren. Der Rest der Tour war sehr anstrengend, weil an dem Tag relativ hoher Wellengang herrschte, weswegen wir die Tour verkürzten. Auf dem Rückweg wollten wir noch ein paar Wanderungen machen, dafür haben wir uns vorher ein paar im Reiseführer und im Internet rausgesucht. Die Wanderrouten sind da max. 1,2 km lang, weswegen wir dann vier oder fünf Stück gemacht haben.

Schon vor dem Urlaub habe ich mir fest vorgenommen, in Key Largo schnorcheln zu gehen. Im Internet suchten wir dann einen der unzähligen Anbieter raus und fuhren dort hin. Dort angekommen, buchten wir eine Schnorcheltour mit zwei Punkten, es sollte ein Korallenriff und die Christ of the Abyss angesteuert werden. Die Dame am Tresen erklärte uns wo das Boot liegt und wir gingen schonmal in die Richtung und warteten noch ein wenig auf das Boot, welches aber pünktlich eintraf. Während wir 5 Meilen aufs Meer fuhren, bekamen wir unsere Einweisung, die Fahrt dauerte ca. 45 min und nein die Einweisung dauerte nicht so lange ;-). Als erstes wurde das Riff angesteuert, die Meerestiefe betrug hier durchschnittlich 1,2 Meter. Man konnte viele bunte Fischen sehen und das Wasser war glasklar und sehr ruhig, was man von dem nächsten Spot nicht behaupten konnte. Bei der Jesus-Statue war das Wasser zwar klar, aber dadurch das es hier schein tiefer war, war das Wasser sehr unruhig und man wurde schnell davon getrieben. Der Rückweg war dann aufgrund des Wellenganges für mich eine Horrorfahrt, die Fische erfreuten sich aber an mein Leid.

Und auf gehts nach Key West, wir haben unsere Route extra so gelegt das die Keys am Ende liegen, um einfach nochmal zu entspannen. Als wir unser Hotel in das Navi eingegeben haben, sagte es gleich, dass wir 200 km auf dieser Straße bleiben sollten. Zwischendurch haben wir Stops an den Punkten gemacht, wo man sich die alten Brücken angucken konnte, die damals die Inseln verbunden hat. Gegen Nachmittag kamen wir dann an unserer Unterkunft an, welche direkt Zentral lag. Hier hatten wir zwei Übernachtungen. Den ersten Abend verbrachten wir in der Duval Street, guckten uns die Zahlreichen Geschäfte an und gingen im Hard Rock Cafe noch etwas essen. Den zweiten Tag widmeten wir uns den ganzen Touristenattraktionen. Wir haben eine Führung im Hemingway-House gemacht und waren im gegenüberliegenden alten Leuchtturm. Was natürlich jeder machen muss, ein Foto vor dem südlichsten Punkt der USA. Wegen dem gutem Wetter hab ich mir vorher schon Gedanken gemacht wie man bei den vielen Leuten ein gutes Foto hinbekommt, aber die Frage ist komplett unberechtigt. Als wir dort ankamen, organisierten sich die Leute komplett alleine. Es gab eine Schlange vor dem Punkt wo man sich anstellen konnte um ein Foto zu machen. Während man anstand, besprach man sich mit seinem Vordermann, wie man ein Foto haben möchte und tauscht einfach die Kameras aus. Und siehe da, man bekommt ein Foto, wo einfach mal kein anderer drauf ist. Den Rest des Tages gingen wir noch an Strand und besuchten ein paar kleine Sehenswürdigkeiten. Wir haben den ganzen Tag die Strecken zu Fuß bewältigt, was eigentlich kein Problem war, man kann sich aber auch überall Fahrräder leihen. Abends gingen wir dann zum Mallory Square um uns den Sonnenuntergang anzuschauen. Auf dem Platz sind etliche Straßenkünstler die hier ihr können unter beweis stellen wollen, vom Jongleur übern Feuerspucker bis zum Musiker ist hier alles vertreten. Also alleine deswegen lohnt es sich hier hin zu kommen, aber das Highlight ist dann natürlich auch der Sonnenuntergang.

Das Ende des Urlaubes rückt immer näher. Die letzten zwei Tage verbrachten wir dann in Miami, wo ehrlich gesagt ein Tag gereicht hätte, wir sind halt nicht so die Metropolen-Menschen. Jetzt heißt es auf den nächsten Urlaub warten, die Pläne sind schon geschmiedet.

Bitte hinterlasse eine Antwort