Florida Roadtrip – Teil II

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Die nächsten drei Tage nächtigten wir in Kissimmee, hier sind die Unterkünfte günstiger als in Orlando. Von den meisten Motels sind die Freizeitparks mittels eines kostenlosem Shuttleservice zu erreichen. Für uns kamen aber auch nur die Unervisal-Studios in Frage. Laut unserem Reiseführer ist Freitags die Zeit mit den wenigsten Besuchern, also haben wir unsere Planungen ein wenig danach gerichtet.

Am nächsten Tag wurden wir früh am Morgen vom Shuttleservice abgeholt. Die Fahrt hat ca. 20-30min gedauert, also alles easy. Als wir bei den Studios ankamen, mussten wir erstmal unsere Karten kaufen, die meisten sind an uns vorbeigegangen, weil sie ihre Karten vorher im Internet erworben haben. Egal, wir mussten Gott sei Dank nicht lange warten. Was uns etwas verwirrt hat, es gibt quasi zwei Parks, einmal Universal´s Island of Adventure und dann Universal Studios Florida. Eigentlich ist es ein Park, aber sie nehmen zwei mal Eintritt. Das Kombiticket kostet 155$ pro Person, mit diesem Ticket kann man dann mit dem Hogwartsexpress zwischen den beiden Parks pendeln. Das Highlight war natürlich die Harry Potter Welt, einfach krass was die da auftischen. Also wer einmal in Florida ist, sollte sich das einmal antun, auch wenn er Preis ein wenig abschreckend ist.

Am letzten Tag in Kissimmee haben wir uns noch Old Town angeschaut und dort etwas gegessen. Das ist eine Straße die im 50er Jahre-Stil gehalten ist. Als wir dort waren, fuhren auch ein paar Oldtimer durch die Straße, was noch einmal alles realer erscheinen ließ. Mehr als zwei bis drei Stunden brauch man hier für nicht einplanen.

Nun gehts auf zur Westküste. Einen Zwischenstop haben wir noch beim Rainbow River gemacht. Leider erschien der Fluss aber nicht in den Farben wie wir es in den Reiseführern oder im Internet gesehen haben. Das Wasser war aber trotzdem glasklar und man konnte vom Ufer aus schon einige Schildkröten sehen. Hier haben wir uns ein Kajak geliehen und sind ein bisschen den Fluss runter gefahren. Wir haben leider etwas die Strömung unterschätzt, so das der Rückweg sehr sehr anstrengend war :D.

Die Nacht verbrachten wir in Clearwater. Und der nächste Tag war erstmal ein Strandtag und da war der Name Clearwater Beach Programm. Glasklares Wasser und weißer Pudersand einfach herrlich. Abends fuhren wir aber trotzdem weiter Richtung Süden, eine Nacht in Venice und dann nach Fort Myers.

In Fort Myers besuchten wie die Winterresidenz von Henry Ford und Thomas Edison. Wir haben zusätzlich noch einen Audio-Guide ausgeliehen und das Areal auf eigene Faust erkundet. Beide Häuser stehen quasi auf einem Grundstück, die Häuser sind möbliert und der Garten, der so groß wie ein Park, ist sehr gepflegt. Hier stehen sehr viele unterschiedliche tropische Pflanzen, die Edison damals für seine Kautschuk-Experimente brauchte. Zusätzlich ist alles voll mit unterschiedlichsten Arten von Orchideen, die Frau Edison aus Leidenschaft sammelte.

Der darauf folgende Tag war wieder ein Strandtag, doch diesmal waren wir nicht an irgendeinen Strand. Wir waren auf Sanibel Island am Lighthouse Beach, dieser Strand ist völlig übersät mit gestrandeten Muscheln. Hier hat man das Gefühl, dass die Leute garnicht zum Sonnen oder Baden da sind, sie sind zum Muscheln suchen da. Wir haben auch etliche schöne Muscheln gefunden, die wir nachher mitnahmen. Beim Suchen muss man aufpassen, da Krebse die Muschelgehäuse häufig als Versteck nutzen, man möchte denen ja nichts wegnehmen. Einen Seestern haben wir im knietiefen Wasser auch entdeckt. Am Zipfel des Strandes ist noch ein alter Leuchtturm, den wir aber nur von außen begutachteten. Abends wechselten wir die Position und führen weiter nach Captiva Island, von hier kann man wunderbar den Sonnenuntergang genießen, der Strand besteht hier auch wieder aus Sand. Während des Sonnenaufganges konnte man im Meer Delfine sehen, die wir aber leider nicht vor die Linse bekamen.

In Naples haben wir relativ wenig gemacht. Wir nutzten es eher als Zwischenstop. Den Naples Pier wollten wir uns dennoch angucken. Und wir haben es kein Stück bereut. Neben den Anglern die es dort wie Sand am Meer gibt, waren die Delfine die man vom Pier aus sehen konnte DAS Highlight. Insgesamt tummelten sich drei Stück um den Pier, mal näher und mal weiter weg.

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